
Das Handy als Multifunktionsgerät und ständiger Begleiter im Alltag. Der Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) liefert aktuelle Marktprognosen für Deutschland: Smartphones erobern den Massenmarkt. In dem Zusammenhang ist besonders auf die Bedeutung des sozialen Netzwerkes Facebook im mobilen Internet hinzuweisen. Facebook dominiert klar in Reichweite, Pages Views und besonders in Bezug auf die Verweildauer: Facebook führt das mobile Internet an.
Was bedeuten diese Entwicklungen nun für die Telko-Branche allgemein? Die Notwendigkeit eines raschen weiteren Ausbaus der Mobilfunknetze und darüber hinaus ein besseres Verständnis für Entwicklungen bei Apps & social Media! Falsch eingestellte Smartphones belasten Mobilfunknetze
Der Vizechef des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM), Mike Lazaridis, hat im Vorfeld des Mobile World Congress in Barcelona (15.-18. Februar) von den Mobilfunkanbietern angesichts des Erfolgs des mobilen Internet einen raschen Netzausbau gefordert. Nötig seien mehr Funkzellen, mehr Masten und auch die engere Zusammenarbeit mit Anbietern von Funktechnologien wie WLAN. Die gesamte Branche leide unter 'verstopften' Datennetzen. RIM fordert raschen Ausbau der Handynetze
Karo, Fri, 19.02.2010
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Schön, gut und wichtig! Doch klingt das alles irgendwie zu optimistisch und vor allem bekannt. Vor wenigen Jahren, konkret in den Anfängen des UMTS-Zeitalters, waren dieselben Aussagen schon mal zu lesen und ähnliche (Werbe)Videos zu sehen. Viel zu früh wurden Versprechungen gemacht. Das Resultat: enttäuschte Konsumenten und frustrierte Netzwerkausrüster und Betreiber.
Auch bei LTE scheint der berechtigte Optimismus nun allzufrüh in etwas unreflektierte Euphorie umzuschlagen. Fast nebenbei werden "Kleinigkeiten" wie fehlende Endgeräte erwähnt, diese werden auch noch nicht in ansprechender Auswahl, Qualität und notwendiger Stückzahl in 2010 vorhanden sein. Kaum jemand spricht von Geschäftsmodellen und Refinanzierungsmöglichkeiten für die Mobilfunkbetreiber und ob die Frequenzen letztlich wirklich so lukrativ sein werden wie oftmals dargestellt, wird sich erst in weiterer Folge in der Kombination aus Bieterwettbewerb, Vergabe-Bedingungen, Ausbauplan- sowie Notwendigkeit und wiederum Geschäftsmodell zeigen.
Fix ist, es kommen noch spannendere mobile Zeiten auf uns zu!
Für die Mobilfunknetzbetreiber selbst hoffe ich sehr, dass sie aus den UMTS-Erfahrungen Lehren gezogen haben und dieses Mal mit etwas mehr Realitätsbezug in die Vergabeverhandlungen (Auktion) mit der Bundesnetzagentur gehen.
Karo, Tue, 27.10.2009
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Durch die technischen Beschränkungen der Anfänge - kaum Audio, keine Videoinhalte - ist das (mobile)Internet zu Beginn gewissermaßen noch "organisch" gewachsen, doch jetzt steigen die Volumina exponentiell. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die neuen mobilen NutzerInnen sind es inzwischen gewöhnt YouTube, Facebook und Co. zu verwenden und wollen dies auch unterwegs - das wird sich auch nicht mehr ändern.
Weiterführende Infos finden Sie auf
Datenlawine rollt auf mobiles Breitband zu
Auszüge aus der Studie von "Unwired Insight" die sich mit "3G usage and capacity forecasts for 2009 - 2014" auseinandersetzt
Will 3G Networks Cope?
Link zum zugehörigen Weißbuch
White Paper: Several factors will continue to drive 3G traffic volumes
Karo, Wed, 07.10.2009
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Die Anwendungen der Zukunft wie Telemedizin, Telelearning oder die interaktive Kollaboration über verschiedene Gewerbegebiete verlangen langfristig Bandbreiten von über 100 Mbps. Eine flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen entscheided im internationalen Wettbewerb. Laut Booz & Company steigt die Arbeitsproduktivität um 1,5 Prozentpunkte in den nächsten fünf Jahren, wenn ein Staat die Rate der schnellen Internetzugänge um zehn Prozentpunkte erhöhe.
Vorreiter im weltweiten Wettbewerb um die schnellen Internetanschlüsse sind Südkorea, Hongkong und Japan. In Europa sind es Schweden und Norwegen.
Zur Pressemitteilung: Deutschland hinkt weltweit bei Investitionen in moderne Breitband-Netzwerke hinterher
Download der Analyse/Studie: Digital Highways - The Role of Government In 21st-Century Infrastructure
Karo, Sun, 23.08.2009
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Mobilfunkbetreiber in ganz Europa sehen sich einer rasant steigenden Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten gegenüber. In einigen europäischen Ländern erreichte der Anteil der Gesamtbevölkerung, der mobile Breitbanddienste nutzte bereits 2008 die Zehn-Prozent-Marke. Das ist zwar immer noch vergleichsweise wenig gegenüber der Breitbandnutzung im Festnetz, doch Prognosen zufolge wird die mobile Breitbandpenetration i.d. nächsten Jahren erheblich zunehmen und bis 2011 auf 25 Prozent steigen. Wichtige Faktoren für dieses Wachstum sind Datenkarten und die zunehmende Akzeptanz neuer und innovativer mobiler Endgeräte (iPhone & Co). Für die Mobilfunkunternehmen bedeutet dies ein explodierendes Verkehrsvolumen in ihren Netzen.
Roland Berger fasst eine erfolgreiche Netzwerkstrategie in einigen Kernpunkten zusammen. So müssten in der Netzstrategie Investitionen und Betriebsaufwand optimiert und Access, Backhaul- und Core-Netzwerk für Mobil- und Festnetz gleichermaßen erfasst werden. Die bestehende Infrastruktur müsse zwangsläufig erweitert werden, um das Netz auf die zu erwartende Steigerung der mobilen Datennutzung vorzubereiten, anstatt sich auf Regelungen für eine faire Breitbandnutzung zu beschränken.
Eine eigenständige mobile Netzlösung würde trotz neuer Technologien wie HSPA+ und LTE vermutlich nicht ausreichen, um den zu erwartenden mobilen Datenverkehr bewältigen zu können. Für die Betreiber komme es darauf an, die eigene, bereits vorhandene technologische Infrastruktur so weit wie möglich zu nutzen, um Investitionen und Betriebsaufwand zu minimieren. Gleichzeitig gilt es, eine mobile Breitbandtechnologie anzustreben, die technisch praktikabel und wirtschaftlich sinnvoll ist, und darüber hinaus die besten verfügbaren Frequenzen und Lizenzen für den Einsatz optimal geeigneter Technologien zu nutzen.
Festnetztechnologie könne eine kosteneffiziente Ergänzung zum Mobilfunkzugang sein und die Datenübertragungsraten für Kunden deutlich verbessern. Konvergierende Mobilfunkbetreiber seien jedoch nicht gezwungen, Festnetze im großen Maßstab aufzubauen. Sie sollten diese Möglichkeit vielmehr sorgfältig prüfen und selektiv von ihr Gebrauch machen, um ihre Mobilfunknetze zu verbessern. Mobilfunkanbieter könnten herkömmliche Blueprints für Netzwerkinvestitionen verwenden, doch die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass sie kostspielige Fehler begehen und Chancen verpassen, ihre Strategie an die veränderte Angebots- und Nachfragesituation anzupassen. Erfolgreiche Strategien im Netzwerk-Puzzle erforderten eine wirksame Minimierung von Investitionsrisiken durch die Bildung von Partnerschaften.
Karo, Thu, 16.07.2009
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Dr. Karoline Simonitsch | Strategic Development Consulting Gmbh
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