Noch wirkt es auf den ersten Blick aber sehr unübersichtlich und Darstellungsprobleme verleiden echten "Fernsehgenuß".
Google hingegen will Fernsehen und Web verschmelzen
Web heiratet Fernsehen
Google stellte auf seiner Entwicklerkonferenz zusammen mit Partnern Google TV vor, eine auf Android basierende Plattform, die das Internet mit dem Fernseherlebnis verbindet. Damit sollen künftig Anwender über das Fernsehgerät nahtlos auf Web-Inhalte zugreifen können, darunter auch solche im Flash-Format. Neben Videoinhalten aus dem Netz (bspw. Youtube) sollen in Zukunft auch Anwendungen aus dem Android Markt auf den Fernseher kommen. Peripheriegeräte wie Tastatur oder das eigene Android-Handy lassen sich über WLAN an die Google-TV-Hardware (Box oder Fernseher) koppeln. Als Technikpartner fungieren vorerst mal Sony und Logitech. Lesen Sie mehr dazu bei: Google will das Fernsehen revolutionieren
Karo, Sat, 22.05.2010
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Christoph Kappes "arbeitet" diese Fragestellungen in einer umfassenden und interessanten Analyse auf - sehr lesenswert!
Facebook - Ein Sonderfall im Ökosystem des Internets?
Karo, Thu, 29.04.2010
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Worum geht's dabei: Wir erleben derzeit keine transformierende Medien-Zukunft, sondern eine disruptive. Das bedeutet konkret, zwei unterschiedliche - nebeneinander existierende - Systeme, solange, bis das neue System das alte quasi sprunghaft verdrängt. Klar ist, die guten Zeiten der Content-Industrie sind ein für allemal vorbei. Doch was könnte folgen? Anhand von vier plus einem Geschäftsmodell für die disruptive Medien-Zukunft werden vom High Text Verlag mögliche Lösungen aufgezeigt.
1. Leads
Das klassische Geschäftsmodell von Verlegern. Aber nicht in Form von "Anzeigen", denn gefragt sind künftig Abschlüsse, Verkäufe = Leads. In der Internetsprache bzw. -branche auch als 'Performance Marketing' bekannt. Künftig wird Geld wahrscheinlich nur mehr dann in größeren Mengen bezahlt werden, wenn ein direkter Zusammenhang zwischen der Kommunikationsleistung eines Medienangebots und dem Ertrag beim Unternehmenskunden nachvollziehbar ist.
2. Marke
Es wird auch künftig Nutzer geben, die bereit sind Geld für Inhalte auszugeben. Doch in wesentlich geringerem Umfang als dies derzeit (noch) der Fall ist. Nach dem 'The Winner takes ist all' Prinzip d.h. wenn ein Content cool in der eigenen sozialen Gruppe ist, dann könnte er gesucht und gekauft werden.
3. Service
Nicht Content sondern Kontext ist King! Wie drastisch sich contentgetriebene Services vom Content unterscheiden können, zeigt sich im Kino. Mit Popcorn & Co wird viel Geld verdient. Aus einem Teil der klassischen Medienindustrie ist längst ein wenig Erlebnisgastronomie geworden.
4. Repackaging
Durch die Aufhebung der durch das Internet veranlassten Trennung von Content und Träger lässt sich natürlich ebenfalls Content verkaufen. Eine Edition sämtlicher Starwars-Filme inklusive Star-Poster und Laserschwert (aus Plastik) im Designer-Pack kann auch an Raubkopierer verkauft werden.
5. Provider
Neben den vier bisher beschriebenen Geschäftsmodellen, die alle auf eigene Wertschöpfung beruhen, existiert noch ein weiteres: das Dienstleistungs-Geschäftsmodell, welches heute bereits von den Eigenverlagen betrieben wird. Beim Dienstleistungsgeschäftsmodell können Verleger von der Musikindustrie lernen. Viele Musikverleger verdienen heute ihr Geld schon damit, dass sie Service-Anbieter für Musiker sind. Notgedrungen, denn immer weniger Musiker sind wie in den 80er Jahren bereit, sich und ihre Rechte komplett an Plattenfirmen zu binden.
Karo, Tue, 24.11.2009
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Auch wenn das E-Book schon 2 Jahre "alt" ist, lesenswert und immer noch aktuell: The 20 Things You Must Know About Music Online
Das E-Book gibt es auch in einer deutschen Übersetzung:
Die 20 Punkte über Musik im Web, die Du wissen musst
Karo, Tue, 17.11.2009
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Gisela Schmalz hat in einem lesenswerten Artikel zu den Deutschen Zeitungs- und Zeitschriften-Verlegern Stellung genommen und festgestellt, dass diese sich schwer tun mit Schritten ins Internet und noch schwerer damit, online weiterzulaufen. Da ist was dran und ihre Aussage trifft nicht nur für Deutschland zu! "Sie stellen freud- und phantasielose Dubletten von Printprodukten ins Netz, rufen nach Webwerbekunden und folgen ansonsten ihrem Trott, darauf hoffend, in der digitalen Welt gehe alles so weiter wie in der analogen."
Link zum ausführlichen Artikel von Gisela Schmalz:
Nirgends dumme Nutzer, kein Artenschutz
Was dabei offenbar vergessen wird: (mobile) Applikationen, digitale Texte, Töne und Bewegtbilder stellen keine Fertigprodukte dar. Sie sind ein Angebot auf Zeit. Modellierbar und kopierbar. Onlinenutzer lernen schnell. Mixen und Remixen und werden so selbst zu Inhaltelieferanten. Sie sind kritisch, pragmatisch, oft auch dreist - aber auch großzügig im Upload eigener Werke.
Off- und online achten Verleger darauf, dass unter ihren Labels sogenannte Qualitätsinhalte stehen. Qualität ist der Wert, von dem viele Verleger glauben, dass er auch im Netz von vielen Nutzern benötigt und geschätzt wird, daher auch von vielen zahlenden Werbekunden. Also digitalisieren sie hochwertige Druckwerke und stellen sie online kostenlos zur Verfügung. Mit ihren Gratisangeboten kanibalisieren sie sich damit möglicherweise selbst, jedenfalls treten sie in Konkurrenz zu den Unternehmen, die digitalen Content an Endnutzer verkaufen wollen.
Aktuell ist nicht so sehr der Mangel an Qualitätsinhalten im Netz das Problem. Denn was ist denn wirklich bedroht? Liebgewonnene Berufsbilder und Prozessabläufe, sowie viele Arbeitsplätze von Verlagsangestellten, Journalisten und freien Mitarbeitern. Genau deshalb wird und könnte längerfristig der Nachschub an qualitativen Inhalten gefährdet sein.
Eine mögliche Lösung: Maßgeschneiderte Inhalte
Mit Inhalten Geld zu verdienen, gelingt vielleicht nur noch einem erlauchten Kreis von JournalistInnen und Künstlern (Autoren), die eine Fangemeinde um sich scharen können und somit "Persönlichkeit" in das World Wide Web bringen. Nutzer sind jedoch immer weniger bereit, für die Leistungen zwischengeschalteter Verlage zu zahlen. Die Verlage brauchen Mut zur "Abschaltung" tradierter Prozesse und dem Aufbau neuer Strukturen. Teams sollten ergänzt werden um Programmierer und digitale Trend-Scouts; denn diese könnten Journalisten und Verleger unterstützen.
Unterschiedliche Ansätze zur Monetarisierung von Content in der deutschen Verlagswelt werden auch in folgendem Beitrag angesprochen/aufgezeigt: Wie Verlage mit Content Umsatz machen können
Karo, Sat, 17.10.2009
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Die Nutzungszahlen steigen um mehr als 150 Prozent innerhalb eines Jahres; 93 Prozent aller Social Media User glauben, dass ein Unternehmen auf Social-Media-Plattformen präsent sein sollte, erwarten und wünschen sich Interaktion und Dialog. Und dennoch warten die Werbetreibenden ab. Ein aussagekräftiges Zitat: "Es ist für uns einfacher, eine Million Euro in Funkwerbung zu investieren, aber eine Million in Web 2.0 ist in unserem Unternehmen nicht vorstellbar." Dieses Zitat stammt aus einem Artikel von Matthias Berger, dem Geschäftsführer von Berger Baader Hermes, München: Die unbemerkte Revolution des Kunden in ONEtoOne 10/09
Aber es bleibt keine Wahl. Je nach Zielgruppe muss man sich heute (oder eigentlich sollte man sich bereits gestern) damit beschäftigen. Doch nicht nur das. Es gilt auch Ressourcen und Budgets bereitzustellen.
Die Unsicherheit ist groß: Was funktioniert im Social Media, welche Ziele sind mit Social-Media-Marketing überhaupt verfolgbar? Nicht nur Unsicherheit quält. In vielen Bereichen herrscht sogar Angst vor allzu intensivem Dialog mit den KundInnen. Denn das bedeutet natürlich Entscheidungen treffen und zusätzliche Arbeit - benötigt im Endeffekt natürlich auch Geld.
KonsumentInnen verstehen das nicht. Für sie ist die Experimentierphase bereits gelaufen. Professionelles Marken-Verhalten wird erwartet. Kommunikation auf "Augenhöhe" zwischem ProduzentInnen und KonsumentInnen. Dialog und Angebote. Die Unternehmen und teilweise auch ihre Agenturen und Berater diskutieren jedoch noch, ob man sich auf einen ersten "Gehversuch" einlassen könnte.
Ein Blick über die eigenen Grenzen wäre manchmal hilfreich und würde nicht nur Gefahren sondern auch Potenziale erkennen lassen. Marken wie Dell machen weltweit mehrere Millionen US-Dollar Umsatz - über Twitter initiiert; setzen zugegeben natürlich auch viele Social Marketing Manager ein, um schnell genug auf Kritik aus der Web 2.0 Community reagieren zu können. Starbucks holt seine "Fans" via Coupons in die Filialen. Umsatzwachstum und intensivere Kundenbindung bestätigen bei den Genannnten die eingeschlagene Richtung.
Natürlich gilt es bei der unternehmenseigenen Social Media-Strategie nichts zu überstürzen und sich auch keinen Zeitdruck aufzuerlegen. Doch Abwarten ist auch nicht mehr möglich, denn was soll sich ändern? Nein, die "guten (?) alten Zeiten" kommen nicht wieder. Sprechen Sie mit Experten, Social-Media-Agenturen und bereiten Sie Ihr Unternehmen und Ihre Prozesse sowohl in Produktion, Vertrieb, Marketing und PR-Kommunikation darauf vor. Dann wird gwährleistet sein, dass der bisherige Markenaufbau und die Media-Investitionen, auch in Zukunft ein starkes Fundament für die Kommunikation und Markenführung mit den neu vernetzten KundInnen bieten.
Karo, Fri, 16.10.2009
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Die Zeitung der Zukunft: Huffington Post
Die "Huffington Post" mausert sich gerade von einem politischen Blog zu einer umfassenden Zeitung im Netz, die in den nächsten Wochen noch mit einem Sport-, einem Buch- und einem Tech-Teil aufgewertet werden soll. In den letzten beiden Jahren sind schon Entertainment, Living und Style 'angefügt' worden. Die Verbreiterung scheint aufzugehen, denn der Traffic wurde in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt: von 2,9 auf 6,8 Mio. Unique Visitors. In der gleichen Zeit haben die US-Tageszeitungen im Schnitt zwischen 5-10 Prozent ihrer Auflage verloren.
Interessant dabei ist, dass es die klassischen Zeitungskäufer, also die Älteren sind, die die kostenlose Alternative im Internet bevorzugen.
Wer die "Huffington Post" noch nicht kennt, oder diese schon länger nicht mehr gelesen hat, sollte dies mal nachholen. Es lohnt sich. Lesen bzw. sehen Sie selbst: Video-Teil
Vor allem deutsche und aber auch natürlich österreichische Verleger sind gut beraten, sich die "Huffington Post" einmal ganz genau anzuschauen ... das ist auch meine Meinung!
Karo, Sun, 13.09.2009
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Was finde ich an dem Artikel beachtens- und lesenswert? Die schonungslose Offenheit/Klarheit mit der das aktuelle Geschehen analysiert wird. Dabei Widersprüche aufgezeigt werden - mit dem Resultat: das wiederholte 'Aufdecken' der Planlosigkeit und Unsicherheit einer Branche. Beim Thema 'bezahlte Inhalte im Netz' befindet sich die Medienbranche tatsächlich im Gefangenendilemma.
Karo, Sun, 23.08.2009
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Eine der größten Nutzungsbarrieren für konvergente Produkte ist die Angst vor technischer Überforderung. Weiters die geringen Kenntnisse über konvergente Medien.
Noch ein interessantes Detail aus der Untersuchung: Von einer Kannibalisierung des Fernsehens durch das Internet kann keine Rede sein: Im Vergleich zu 2008 ist die Fernsehnutzung in Deutschland in allen Altersgruppen stabil geblieben. Mit 83 Prozent Stammnutzern (=TV-Nutzung an vier und mehr Tagen die Woche) ist das Fernsehen nach wie vor unangefochten das Leitmedium. Wie die Studie zeigt, werden Videoinhalte auf Abruf derzeit noch eher selten genutzt.
Voraussetzung für den durchgreifenden Markterfolg konvergenter Produkte und Services ist es deshalb, den Konsumenten nicht die Technik an sich, sondern die praktischen Vorteile der neuen Dienste im Alltag zu verdeutlichen. Komsumenten wollen eine einfache Inbetriebnahme und Bedienung!
Karo, Sat, 22.08.2009
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Mittlerweile gibt es immer mehr Serien und Formate die eigens für das Web produziert werden. Diese Webserien begleiten und bewerben oft Fernsehserien - wie "24" und "Lost" - oder lehnen sich in ihren Inhalten an Fernsehserien an. Webisodes unterscheiden sich aber in einem Punkt ganz wesentlich: Die einzelnen Episoden sind wesentlich kürzer, in der Regel nur wenige Minuten lang. Ideal für die notorisch kurzen Aufmerksamkeitsspannen im Internet.
Seit etwa einem Jahr werden auch im deutschsprachigen Raum vermehrt TV-ähnliche Formate speziell fürs Web entwickelt. Etwa die in Berlin produzierte und gedrehte Webserie "Candy Girls", deren - aus 20 fünfminütigen Folgen bestehende - erste Staffel sich über zwei Millionen Zuschauer angesehen haben. "Candy Girls" wurde von der Produktionsfirma Me, Myself & Eye Entertainment (MME), die eine Reihe von bekannten Fernsehformaten entwickelt hat, produziert. http://www.myspace.de/candygirls
"Branded Webisodes" als Markt der Zukunft?
Werbung und Werbepartner sind ein wichtiger, oft entscheidender Faktor bei der Produktion und Finanzierung von Webserien. Die weitere Entwicklung wird daher auch wesentlich davon beeinflusst werden, ob die Werbewirtschaft das neue Genre für sich entdeckt und es fördert. Die auf Webserien spezialisierte Produktions- und Beratungsfirma Jakun Media in Hamburg kann sich vorstellen, dass sich bei Webserien spezielle Formen von Product-Placement durchsetzen werden. http://webserien.blogspot.com/
Aber nicht mit Werbung vorher, nachher oder dazwischen, sondern Werbung geschickt mit Handlung und Unterhaltung verbunden - eben "Branded Webisodes".
"Neue Wiener" erste Webserie aus Österreich
Die sich dramatisch verändernde Mediennutzung vor allem bei jungen Menschen, die immer weniger Zeit vor dem Fernseher und dafür immer mehr Zeit im Internet verbringen, ruft auch neue Akteure auf den Plan. Darunter auch die Deutsche Telekom, die im Mai ihr Webserien-Portal http://www.3min.de gelauncht hat. Dort wird ein bunter Mix an professionell produzierten Clips und Serien geboten. Aber auch in Österreich gibt es erste Webserien-Versuche. "Neue Wiener" ist eine Webserie, deren Pilotfolgen zurzeit gedreht und voraussichtich im September online "ausgestrahlt" werden. http://www.neuewiener.at
Weitergehende Vertiefungen zum Thema:
Matrix - Webisodes bzw.
Serienweise Filmchen für das Netz
Karo, Sun, 21.06.2009
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