Everything ist social ist in aller Munde. Durch das Social Web ist die Vernetzung mit anderen Menschen einfacher geworden. Informationen zirkulieren schneller. Unternehmen sollten jedoch nicht einfach auf den Zug des Sozialen aufspringen. Für eine langfristige und erfolgversprechende Kommunikation in diesen Sozialen Medien/Netzwerken sind detaillierte Kenntnisse wie und warum die Nutzer Informationen austauschen und publizieren essenziell.
In einem interessanten Artikel hat sich Sonja Kriependorf mit der Thematik auseinandergesetzt:
Das Soziale an sozialen Medien verstehen. Durch das Social Web hat die Theorie des Soziologen Mark Granovetter über die Stärke der schwachen Verbindungen (The Strength of Weak Ties 1973) neue Bedeutung bekommen. Der zufolge sind schwach ausgeprägte Kontakte für den Wissensaustausch besonders wertvoll, da wenige Redundanzen bei Informationen auftreten. Dabei spielt die Qualität von Kontakten, sprich Anzahl von Followern in Twitter oder Kontakten in XING eine untergeordnete Rolle. Auf die Art der Kontakte kommt es an!
Um zu verstehen, warum sich Informationen wie verbreiten, müssen sich Unternehmen mit den Kommunikations- und Interaktionsmustern der Nutzer im Social Web befassen. Warum hat wer mit wem Kontakt? Über was wird gesprochen?
Natürlich unterliegt die Verbreitung von Informationen in Social Media Kanälen einer gewissen Unvorhersehbarkeit und Eigendynamik. Sich mit dem Verhalten der Nutzer, ihrer Motivationen und Reaktionen und Interessen intensiv auseinanderzusetzen ist zwar etwas aufwändig, lohnt sich für Unternehmen aber in jedem Fall.
"Das Potenzial von Social Media wird kaum ausgeschöpft. Die Chancen der sozialen Medien als Dialogforen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sind weitgehend unerschlossen" und die FAZ titelte im Juli:
Noch mehr Aktionismus als Strategie: Social Media in Unternehmen.