Disruptive Medien-Zukunft
Im High Text Verlag habe ich einen interessanten Artikel gefunden: Vier plus ein Geschäftsmodell für die disruptive Medien-Zukunft.
Worum geht's dabei: Wir erleben derzeit keine transformierende Medien-Zukunft, sondern eine disruptive. Das bedeutet konkret, zwei unterschiedliche - nebeneinander existierende - Systeme, solange, bis das neue System das alte quasi sprunghaft verdrängt. Klar ist, die guten Zeiten der Content-Industrie sind ein für allemal vorbei. Doch was könnte folgen? Anhand von vier plus einem Geschäftsmodell für die disruptive Medien-Zukunft werden vom High Text Verlag mögliche Lösungen aufgezeigt.
1. Leads
Das klassische Geschäftsmodell von Verlegern. Aber nicht in Form von "Anzeigen", denn gefragt sind künftig Abschlüsse, Verkäufe = Leads. In der Internetsprache bzw. -branche auch als 'Performance Marketing' bekannt. Künftig wird Geld wahrscheinlich nur mehr dann in größeren Mengen bezahlt werden, wenn ein direkter Zusammenhang zwischen der Kommunikationsleistung eines Medienangebots und dem Ertrag beim Unternehmenskunden nachvollziehbar ist.
2. Marke
Es wird auch künftig Nutzer geben, die bereit sind Geld für Inhalte auszugeben. Doch in wesentlich geringerem Umfang als dies derzeit (noch) der Fall ist. Nach dem 'The Winner takes ist all' Prinzip d.h. wenn ein Content cool in der eigenen sozialen Gruppe ist, dann könnte er gesucht und gekauft werden.
3. Service
Nicht Content sondern Kontext ist King! Wie drastisch sich contentgetriebene Services vom Content unterscheiden können, zeigt sich im Kino. Mit Popcorn & Co wird viel Geld verdient. Aus einem Teil der klassischen Medienindustrie ist längst ein wenig Erlebnisgastronomie geworden.
4. Repackaging
Durch die Aufhebung der durch das Internet veranlassten Trennung von Content und Träger lässt sich natürlich ebenfalls Content verkaufen. Eine Edition sämtlicher Starwars-Filme inklusive Star-Poster und Laserschwert (aus Plastik) im Designer-Pack kann auch an Raubkopierer verkauft werden.
5. Provider
Neben den vier bisher beschriebenen Geschäftsmodellen, die alle auf eigene Wertschöpfung beruhen, existiert noch ein weiteres: das Dienstleistungs-Geschäftsmodell, welches heute bereits von den Eigenverlagen betrieben wird. Beim Dienstleistungsgeschäftsmodell können Verleger von der Musikindustrie lernen. Viele Musikverleger verdienen heute ihr Geld schon damit, dass sie Service-Anbieter für Musiker sind. Notgedrungen, denn immer weniger Musiker sind wie in den 80er Jahren bereit, sich und ihre Rechte komplett an Plattenfirmen zu binden.
Worum geht's dabei: Wir erleben derzeit keine transformierende Medien-Zukunft, sondern eine disruptive. Das bedeutet konkret, zwei unterschiedliche - nebeneinander existierende - Systeme, solange, bis das neue System das alte quasi sprunghaft verdrängt. Klar ist, die guten Zeiten der Content-Industrie sind ein für allemal vorbei. Doch was könnte folgen? Anhand von vier plus einem Geschäftsmodell für die disruptive Medien-Zukunft werden vom High Text Verlag mögliche Lösungen aufgezeigt.
1. Leads
Das klassische Geschäftsmodell von Verlegern. Aber nicht in Form von "Anzeigen", denn gefragt sind künftig Abschlüsse, Verkäufe = Leads. In der Internetsprache bzw. -branche auch als 'Performance Marketing' bekannt. Künftig wird Geld wahrscheinlich nur mehr dann in größeren Mengen bezahlt werden, wenn ein direkter Zusammenhang zwischen der Kommunikationsleistung eines Medienangebots und dem Ertrag beim Unternehmenskunden nachvollziehbar ist.
2. Marke
Es wird auch künftig Nutzer geben, die bereit sind Geld für Inhalte auszugeben. Doch in wesentlich geringerem Umfang als dies derzeit (noch) der Fall ist. Nach dem 'The Winner takes ist all' Prinzip d.h. wenn ein Content cool in der eigenen sozialen Gruppe ist, dann könnte er gesucht und gekauft werden.
3. Service
Nicht Content sondern Kontext ist King! Wie drastisch sich contentgetriebene Services vom Content unterscheiden können, zeigt sich im Kino. Mit Popcorn & Co wird viel Geld verdient. Aus einem Teil der klassischen Medienindustrie ist längst ein wenig Erlebnisgastronomie geworden.
4. Repackaging
Durch die Aufhebung der durch das Internet veranlassten Trennung von Content und Träger lässt sich natürlich ebenfalls Content verkaufen. Eine Edition sämtlicher Starwars-Filme inklusive Star-Poster und Laserschwert (aus Plastik) im Designer-Pack kann auch an Raubkopierer verkauft werden.
5. Provider
Neben den vier bisher beschriebenen Geschäftsmodellen, die alle auf eigene Wertschöpfung beruhen, existiert noch ein weiteres: das Dienstleistungs-Geschäftsmodell, welches heute bereits von den Eigenverlagen betrieben wird. Beim Dienstleistungsgeschäftsmodell können Verleger von der Musikindustrie lernen. Viele Musikverleger verdienen heute ihr Geld schon damit, dass sie Service-Anbieter für Musiker sind. Notgedrungen, denn immer weniger Musiker sind wie in den 80er Jahren bereit, sich und ihre Rechte komplett an Plattenfirmen zu binden.
Karo, Tue, 24.11.2009 | Kommentieren
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