LTE - die mobile Revolution?
LTE, die Abkürzung für Long Term Evolution, wird bzw. soll vom kommenden Jahr an die dritte Mobilfunkgeneration UMTS ablösen. Damit verbunden soll die Datenübertragung im Mobilfunknetz so schnell werden wie im Festnetz. 60 Megabit je Sekunde für das Herunterladen der Daten und knapp 20 Megabit für den Upload ins Netz - dies könnte fünf- bis zehnmal mehr Tempo als in den aktuell schnellsten Mobilfunknetzen bedeuten. "Mit der nächsten Technologiegeneration werden ganz neue Anwendungen auf mobilen Geräten möglich werden. Dazu gehören hochauflösende Videoübertragungen, Multiplayer-Online-Spiele oder sekundenschnelle Downloads großer Dateien" ist beim renommierten "Netzökonom" unter Die mobile Revolution heisst LTE zu lesen.
Schön, gut und wichtig! Doch klingt das alles irgendwie zu optimistisch und vor allem bekannt. Vor wenigen Jahren, konkret in den Anfängen des UMTS-Zeitalters, waren dieselben Aussagen schon mal zu lesen und ähnliche (Werbe)Videos zu sehen. Viel zu früh wurden Versprechungen gemacht. Das Resultat: enttäuschte Konsumenten und frustrierte Netzwerkausrüster und Betreiber.
Auch bei LTE scheint der berechtigte Optimismus nun allzufrüh in etwas unreflektierte Euphorie umzuschlagen. Fast nebenbei werden "Kleinigkeiten" wie fehlende Endgeräte erwähnt, diese werden auch noch nicht in ansprechender Auswahl, Qualität und notwendiger Stückzahl in 2010 vorhanden sein. Kaum jemand spricht von Geschäftsmodellen und Refinanzierungsmöglichkeiten für die Mobilfunkbetreiber und ob die Frequenzen letztlich wirklich so lukrativ sein werden wie oftmals dargestellt, wird sich erst in weiterer Folge in der Kombination aus Bieterwettbewerb, Vergabe-Bedingungen, Ausbauplan- sowie Notwendigkeit und wiederum Geschäftsmodell zeigen.
Fix ist, es kommen noch spannendere mobile Zeiten auf uns zu!
Für die Mobilfunknetzbetreiber selbst hoffe ich sehr, dass sie aus den UMTS-Erfahrungen Lehren gezogen haben und dieses Mal mit etwas mehr Realitätsbezug in die Vergabeverhandlungen (Auktion) mit der Bundesnetzagentur gehen.
Schön, gut und wichtig! Doch klingt das alles irgendwie zu optimistisch und vor allem bekannt. Vor wenigen Jahren, konkret in den Anfängen des UMTS-Zeitalters, waren dieselben Aussagen schon mal zu lesen und ähnliche (Werbe)Videos zu sehen. Viel zu früh wurden Versprechungen gemacht. Das Resultat: enttäuschte Konsumenten und frustrierte Netzwerkausrüster und Betreiber.
Auch bei LTE scheint der berechtigte Optimismus nun allzufrüh in etwas unreflektierte Euphorie umzuschlagen. Fast nebenbei werden "Kleinigkeiten" wie fehlende Endgeräte erwähnt, diese werden auch noch nicht in ansprechender Auswahl, Qualität und notwendiger Stückzahl in 2010 vorhanden sein. Kaum jemand spricht von Geschäftsmodellen und Refinanzierungsmöglichkeiten für die Mobilfunkbetreiber und ob die Frequenzen letztlich wirklich so lukrativ sein werden wie oftmals dargestellt, wird sich erst in weiterer Folge in der Kombination aus Bieterwettbewerb, Vergabe-Bedingungen, Ausbauplan- sowie Notwendigkeit und wiederum Geschäftsmodell zeigen.
Fix ist, es kommen noch spannendere mobile Zeiten auf uns zu!
Für die Mobilfunknetzbetreiber selbst hoffe ich sehr, dass sie aus den UMTS-Erfahrungen Lehren gezogen haben und dieses Mal mit etwas mehr Realitätsbezug in die Vergabeverhandlungen (Auktion) mit der Bundesnetzagentur gehen.
Karo, Tue, 27.10.2009 | Kommentieren
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Dr. Karoline Simonitsch | Strategic Development Consulting Gmbh
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