gamescom - Köln

Es ist soweit: seit dem 19. August sind die Tore der europäischen Computerspiele-Leitmesse Gamescom geöffnet. Fazit: keine Spur von Krise! Am Fachbesuchertag zeigte sich die 'Gamescom' sehr businesslike und 'voll in der Wirtschaft angekommen'. Aber lesen und sehen Sie selbst: Die Spielewelt kennt keine Krise

Technologie ist alles. Technologie ist nichts. Die Story ist der Schlüssel zum Erfolg. Oder nicht? Ohne Game Design geht jedenfalls nichts. Dies bewies dieser Tage die erste "Game Developers Conference" (GDC) Europas. Ein lesenswerter Rückblick: Regeln und Regelbrecher



Über 420 Aussteller aus 30 Ländern, 120.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ... weitere Infos zur gamescom im Web:
http://www.gamescom.de/
Ein Einblick in die Medienberichterstattung:
Countdown zur Spielemesse Gamescom
Virtuelle Lebewesen in der echten Welt - ein Trend bei Sony:
Angriff der Augmented Reality Monster

Der gamescom congress diskutierte die politische Zukunft von Computerspielen: Games sind das Medium der Gegenwart

Auch die Computerspieleindustrie - hier vor allem der Konsolenmarkt - bleibt nicht unberührt von der allgemeinen Wirtschaftssitutation: Sony, Nintendo Lead Drop in U.S. Video-Game Market Last Month.
Das Konsolen-Feld scheint bestellt. Die 'großen Drei' haben ihre Geräte auf dem Markt platziert - nun sollen und müssen das Geschäft die Games selbst ankurbeln. Doch auf der Gamescom sieht man wenig wirklich neues. Bereits erfolgreiche Titel bekommen eine verbesserte Version - das wars. Wird das reichen? Ich wage es zu bezweifeln.

Am Markt für Konsolenspiele scheint eine gewisse Ermüdung aufzutreten. Die Gründe sind vielfältig: Die Entwicklung der immer ausgeklügelteren Konsolen und Games für Konsolen wird permanent aufwändiger, dauert dadurch länger und benötigt immer mehr Geld. Dabei kann es passieren, dass eine sehr gute Idee im Laufe der Umsetzung 'verliert' und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht mehr dem aktuellen Spielergeschmack entspricht.

Auch im Gamesmarkt werden die Zyklen kürzer, die Konkurrenz der Spiele untereinander immer stärker. Mit der permanenten Weiterentwicklung der Technik haben sich die Konsolenhersteller möglicherweise selbst 'ein Bein gestellt', denn die hochgezüchteten Erwartungshaltungen werden kaum eingelöst. Auch durch die Konkurrenz der Online-Browsergames ' sprudeln' die Erlöse nicht mehr automatisch wie noch in den Jahren davor. Der Boom der Konsolen ist meiner Meinung nach definitiv zu Ende auch wenn der Deutschland-Chef von Nintendo nicht an den schnellen Erfolg des Internet glaubt. "Online ist sicher ein Wachstumsmarkt. Aber in den nächsten drei bis fünf Jahren ist der physische Vertrieb unserer Spiele sicher das größere Geschäft." Hier eine Befragung die meine Einschätzung untermauert und bestärkt: Games erobern das World Wide Web

Die Platzhirsche wollen ihr bestehendes Business so lange wie möglich weiterführen, dass sie dabei den Zug Richtung Internet dennoch beachten zeigen Online Shops wie z.B. Wii Ware u.a. - einen interessanten Artikel zum Thema finden Sie in der FAZ: Spiele ohne Internet - das geht nicht mehr.

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